Die zweite Generation des Elektro-SUVs Hyundai Kona steht kurz vor dem Verkaufsstart.
Foto: Hyundai Motor Deutschland
Die zweite Generation des Elektro-SUVs Hyundai Kona steht kurz vor dem Verkaufsstart.

Modellvorschau

Hyundai verstärkt Ausbau seiner Elektroauto-Range

Nach dem der Modelloutput 2022 eher zurückhaltend war, drückt der koreanische Autobauer nun kräftig aufs Gas- beziehungsweise aufs Stromer-Pedal.

Hyundai renoviert und modernisiert seine Modellpalette. 2023 sollen laut Geschäftsführer Hyundai Deutschland, Jürgen Keller, nahezu alle Baureihen angepackt werden. Dabei dürfte es sich bei den Kernbaureihen um die letzte Verbrennergeneration handeln, denn Hyundai setzt immer stärker auf alternative Antriebe. Ein Facelift erhalten der Kleinwagen i10, gefolgt vom i20 (Polo-Klasse), dem SUV Tucson und dem Kompaktmodell i30. Die gebündelte Modellpflegemaßnahme bedeutet in der Zyklus-Zeitrechnung von Hyundai jedoch auch, dass die genannten Baureihen ab 2025 Nachfolger erhalten werden. Gleichzeitig will Hyundai, in Deutschland noch immer die stärkste asiatischen Automarke (2022: 105.074 Zulassungen, vier Prozent Marktanteil) ab 2026 nur noch Fahrzeuge mit alternativen Antrieben anbieten. Hierzu zählen allerdings nicht nur Full- und Plug-in-Hybride sowie batterie- und wasserstoffelektrische, sondern auch 48-Volt-Mildhybride. Folglich dürfte der nächste i10 zumindest letztere Technik unter der Haube haben, schon wegen der dann greifenden Euro-7-Abgasgesetzgebung. Positiver Nebeneffekt: Es zeigt, dass Hyundai das Kleinstwagensegment nicht aufgibt und weiterhin bezahlbare Mobilität anbieten möchte. Daher ist ein kleines E-Auto mittelfristig wohl nicht zu erwarten.

Bei der nächstgrößeren Baureihe i20 steht ab 2025 ein technischer Sprung an. Die Nachfolgegeneration wird auf zwei unterschiedlichen Plattformen stehen, eine für Hybrid-Verbrenner und eine für Elektroantrieb. Vieles deutet darauf hin, dass 2026 auch der i30 diese Technik unterm Blech trägt. Geben soll es das Kompaktmodell dann angeblich nur noch als fünftürigen Hatchback (Steilheckmodell). Für einen Kombi sehen die Koreaner keine Notwendigkeit mehr, selbst in Europa nicht, dem Hauptmarkt für Kombis. Ein ähnliches Schicksal hatte bereits den i40 ereilt.

Komplett neu ist der Kona. Das kleine SUV geht diesen Sommer in den Markt. Die enorm hohe Nachfrage nach der vollelektrischen Variante beim Vorgänger (über 60 Prozent) hat Hyundai bestätigt, auch den neuen Kona Electric wieder in Europa (Nosovice/Tschechien) zu produzieren, um Kunden keine allzu langen Lieferzeiten zuzumuten. Mild- und Vollhybridversionen kommen dagegen aus Korea.

Neuer Kona soll noch diesen Sommer debütieren

Kürzlich zeigte Hyundai erstmals unverhüllt den neuen Santa Fe. Das bislang größte SUV-Modell in der Hyundai-Produktlinie wird 2024 seine Markteinführung haben. Unterm Blech stecken elektrifizierte Antriebe, aber kein batterieelektrischer. Diesen Part übernimmt – ebenfalls 2024 – der Ioniq 7. Er ist das siebensitzige Pendant zum Kia EV9 und steht wie die anderen Ioniq-Modelle 5 und 6 auf der 800-Volt-Architektur E-GMP. Eine 100 kWh große Batterie soll bis zu 480 Kilometer Reichweite ermöglichen. Ein Ausblick auf das Design gab Hyundai bereits Ende 2021 mit der Studie „Seven“. Ähnlichkeiten mit dem Santa Fe sind erwünscht.

Ihren Strategie-Fahrplan für dieses Jahrzehnt und darüber hinaus gaben die Koreaner kürzlich im Rahmen des „Hyundai Motor Way“ aus. Zu den wichtigsten Eckpunkten gehören die Entwicklung von Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien (Marktstart 2025) und die Einführung einer neuen E-Architektur. Sie wird IMA (Integrated Modular Architecture) heißen und die E-GMP ablösen. Im Fokus stehen ein hoher Standardisierungsgrad, hohe Skaleneffekte und die Reduzierung von Komplexität und Kosten. IMA wird nahezu alle Fahrzeugklassen umfassen. Konzernweit spricht man von 13 Elektromodellen bis 2030. Damit nicht genug. Hyundai baut derzeit seine erste reine BEV-Fabrik in den USA, um die dortige Nachfrage zu befriedigen. 2025 folgt eine weitere neue Produktionsstätte in Korea. Damit will man dem Ziel näherkommen, schon ab 2030 jährlich insgesamt zwei Millionen BEV (Battery Electric Vehicles) von den Bändern laufen zu lassen. (SP-X/MN)

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