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Foto: Christian Frederik Merten – bfp
Den Opel Mokka gibt es erstmals auch vollelektrisch.

bfp-Fahrbericht

Neuer Opel Mokka: Cooler Typ aus Rüsselsheim

Opel legt den Mokka neu auf. Das kleine SUV steht jetzt auf der CMP-Architektur und ist auch vollelektrisch zu haben. Erste Fahreindrücke.

Von Christian Frederik Merten

Der Name Mokka steht für Aufbruch bei Opel. Mit der ersten Generation starteten die Rüsselsheimer 2012 im SUV-B-Segment, die zweite Generation verkörpert erstmals die komplett neue Opel-Designsprache. Eine Vorschau auf den Mokka erlaubte bereits die Studie GT X Experimental aus dem Jahr 2018.

Mokka erstes Modell mit neuer Opel-Designsprache

An Dynamik hat die Serienversion nichts eingebüßt. Mit langer Haube, kurzem Heck und prägnanter oberer Fensterlinie verkörpert der Mokka den Dynamiker unter den kleinen SUVs. Zwar blieb der Radstand mit 2,56 Metern unverändert, dafür wurde der Mokka fast 13 Zentimeter kürzer, zwölf Zentimeter flacher und einen Zentimeter breiter. Spoiler: Genug Platz bietet der Mokka trotzdem – trotz abfallender Dachlinie auch für die Köpfe der Fondpassagiere. Und 350 bis 1.505 Liter Gepäck passen außerdem rein.

Besonders markant präsentiert sich die Front des neuen Opel Mokka. Sie trägt stolz den sogenannten Opel Vizor, den nach und nach alle Modelle der Stellantis-Marke zieren sollen. Dabei handelt es sich um ein schwarzes Kunststoff-Element zwischen den schmalen Scheinwerfern, das das Auto optisch zusätzlich in die Breite ziehen soll. Auch die für frühere Opel-Modelle so typische Falz in der Motorhaube ist beim neuen Mokka besonders stark ausgeprägt. Kein Wunder, habe man sich beim Frontdesign doch Inspiration bei der Marken-Ikone Manta A geholt, so Designer Stefan Arndt.

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Digitales Mokka-Cockpit mit analogen Ausnahmen

Im Interieur macht die Revolution keineswegs Halt vor dem Mokka. Denn das kleine SUV trägt nicht nur die neue Opel-Front, sondern auch als erstes Modell der Marke das sogenannte „Pure Panel“-Cockpit. Was das ist? Ein in großen Teilen digitalisiertes Cockpit. Serienmäßig gibt es Sieben-Zoll-Digitalinstrumente und ein ebenso großes Touchscreen für das Infotainment. In einigen Ausstattungsvarianten wachsen die Monitore serienmäßig oder optional auf zwölf und zehn Zoll an.

Aber, und das begrüßen wir sehr: Auf eine komplett digitale Bedienung verzichtet Opel auch im neuen Mokka, häufig angewählte Funktionen wie zum Beispiel die Bedienung von Klimafunktionen oder Sitzheizung erfolgen weiterhin analog per Knopfdruck. Ein Hoch auf die Ergonomie!

Kleines Opel-SUV erstmals auch als Elektroauto

Wie der Corsa steht der neue Mokka auf der CMP-Architektur des kürzlich in Stellantis aufgegangenen PSA-Konzerns, und das bedeutet bis zu 120 Kilogramm Gewichtsverlust im Vergleich zum Vorgänger. Und es bedeutet, dass unter der Mokka-Haube bekannte Motoren werkeln: ein 1,2-Liter-Turbobenziner mit drei Zylindern und 100 oder 130 PS oder ein 1,5 Liter großen Vierzylinder-Diesel mit 110 PS. Serienmäßig gibt es ein Sechsgang-Schaltgetriebe, wer nicht selbst schalten möchte, dem bleibt ausschließlich der Griff zum stärksten Benziner, den es optional mit der bekannten Achtgang-Automatik gibt.

Stimmt nicht, sagen Sie? Korrekt: Denn Schaltfaule kommen natürlich auch im Mokka-e auf ihre Kosten. Erstmals gibt es den Mokka nämlich mit Elektroantrieb. Der ist ebenfalls konzernbekannt, leistet je nach Fahrmodus 82 (Eco), 109 (Normal) oder maximal 136 PS (Sport) und bezieht seine Energie in diesem Fall aus einem 50-kWh-Akku. Als WLTP-Reichweite gibt Opel bis zu 324 Kilometer an. Die maximale Ladeleistung beträgt 100 kW an der DC-Schnellladesäule, an der AC-Station sind es elf kW. Aber Achtung: Käufer der Basis-Variante Edition müssen sich mit maximal 7,4 kW begnügen. Wer schnelllädt, füllt den Akku in 30 Minuten von null auf 80 Prozent. Ansonsten unterscheidet sich der Mokka-e nicht von seinen Verbrenner-Geschwistern, nur das Kofferraumvolumen fällt mit 310 bis 1.060 Liter etwas geringer aus. Was aber laut Opel ausschließlich auf den Wegfall von Staufächern unter dem Kofferraumboden liegt.

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Opel legt sein kleines sUV mokka neu auf. Als erstes Modell verkörpert er die neue Designsprache der Marke.
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Typisch ist die „Opel Vizor“ genannte schwarze Kunststoffblende zwischen den Scheinwerfern. 
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Am Heck ist der „Opel Vizor“ ins Blech geprägt.
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Als Mokka-e gibt es das kleine SUV erstmals auch vollelektrisch.
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Die typischen Tagfahrleuchten bleiben …
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… ihre Grafik findet sich weiterhin auch in den Heckleuchten wieder.
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Innen wird der Mokka deutlich digitaler – wesentliche Funktionen lassen sich aber weiterhin analog bedienen.

Mokka auch als Business Elegance

Ab 16.798 Euro (alle Preise netto zzgl. USt.) gibt es den neuen Mokka-Benziner, der Diesel rollt ab 19.828 Euro vom Hof, die Elektro-Variante ab 28.664 Euro, wovon aber noch 9.000 Euro Umweltbonus abzuziehen sind. Die Ausstattungsvarianten heißen

  • Mokka
  • Mokka Edition
  • Mokka Elegance
  • Mokka GS Line
  • Mokka Ultimate sowie
  • speziell für Geschäftskunden Mokka Business Elegance.

Opel legt besonderen Wert auf bis zu 16 Assistenzsysteme und Technik-Features wie das teils optionale, teils serienmäßige Matrix-LED-Licht.

Steigen wir aber ein in den neuen Mokka. Eine typische Opel-Stärke offenbart auch das neue kleine SUV: Es lässt sich ohne Problem einfach bedienen, an der Ergonomie gibt es nichts zu meckern, alles sitzt, wo es sitzen muss. Auch wenn es an der Menüstruktur des Infotainmentsystems absolut nichts zu meckern gibt: Im Fahrbetrieb zahlt sich aus, dass Opel für wesentliche Funktionen weiterhin an – markentypisch gestalteten – Schaltern und Knöpfen festhält. Denn die lassen sich im Zweifel schneller bedienen als es digital je ginge. Opel legt auch beim Mokka viel Wert auf die AGR-zertifizierten Sitze. In Kurven fehlte es uns allerdings an Seitenhalt.

Mokka als Elektroauto besonders harmonisch

Gefahren sind wir den 130-PS-Benziner mit Automatik sowie den vollelektrischen Mokka. Generell überzeugt der Mokka mit knackigem Fahrwerk, das sein optisches Dynamik-Versprechen auch während der Fahrt einlöst. Mit dem Spitzen-Benziner ist das SUV ausreichend motorisiert, kann seine Dreizylinder-Bauart akustisch aber nicht verbergen. Die Schaltvorgänge der Automatik dürften gerade beim Beschleunigen harmonischer ausfallen. Hier spielt der Elektro-Mokka seine Vorzüge aus. Mit seiner festen Übersetzung dem sofort verfügbaren kompletten Drehmoment des Elektromotors ist er im Fahrbetrieb die deutlich harmonischere Variante.

Beiden Motorisierungen gemein ist die eingeschränkte Übersichtlichkeit nach schräg hinten, Unterschiede gibt es naturgemäß in Sachen Verbrauch und Reichweite. 8,4 Liter Verbrauch zeigte der Bordcomputer unseres Benziners nach der Testrunde an. Klar, Bergauffahrten im Mittelgebirge und einige – normal gefahrene – Autobahn-Etappen fordern ihren Tribut, ein bisschen weniger dürfte es aber trotzdem sein. Bei unserem Mokka-e zeigte der Bordcomputer einen Stromverbrauch von 20,2 kWh je 100 Kilometer an. Bedeutet für die Reichweite: Bei 38 Kilometer Fahrtstrecke reduzierte sie sich laut Anzeige um 56 Kilometer. Bei normaler Heizleistung und eingeschalteter Sitzheizung ein erwartungsgemäßes Ergebnis.

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