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Foto: LEVC
Mit dem VN5 bringt LEVC einen neuen Transporter nach Kontinentaleuropa.

Neues Transporter-Modell

Uriges Design, moderne Technik: der LEVC VN5

Der Hersteller des berühmten London-Taxis geht unter die Transporter-Anbieter. Der LEVC VN5 lässt sich fast 100 Kilometer elektrisch fahren.

Mit dem LEVC VN5 kommt nicht nur ein neues Transporter-Modell nach Deutschland, sondern auch eine komplett neue Marke. LEVC steht für London Electric Vehicle Company, ist eine Tochter des chinesischen Geely-Konzerns und vor allem durch die Neuauflage der legendären London-Taxis bekannt. Das fährt mittlerweile elektrifiziert vor, und auf derselben Plattform bietet LEVC jetzt auch den Transporter VN5 an. Live konnten wir den Lastesel leider (noch) nicht erleben, Unternehmens-Konzept sowie die Strategie des CEOs und Ex-Audi-Managers Jörg Hofmann können wir an dieser Stelle aber bereits vorstellen.

Bislang entfällt 80 Prozent des LEVC-Absatzes auf den Heimatmarkt Großbritannien. „Bis 2023 möchten wir aber 60 Prozent unserer Fahrzeuge in Kontinental-Europa verkaufen“, erklärt Hofmann. „Genau hier kommt unser Transporter-Modell VN5 als Kernsäule unserer Strategie ins Spiel: Er steht komplett in der Tradition unseres Unternehmens, Fahrzeuge zu bauen, die unsere Kunden zielgenau in ihrem Tagesgeschäft unterstützen.“

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Nur der Elektromotor ist mit dem VN5-Antriebsrädern verbunden

5,23 Meter lang, 1,95 Meter breit und 1,99 Meter hoch ist der derzeit ausschließlich als Kastenwagen und in einer Größenkonfiguration erhältliche VN5. Als Wettbewerber hat LEVC mittelgroße Transporter identifiziert, und tatsächlich liegt der Engländer längenmäßig zum Beispiel genau zwischen der Standard- und der Langversion des Opel Vivaro-e. Das maximale Ladevolumen des VN5 beträgt 4,5 Kubikmeter, die Laderaumlänge am Boden 2,45 Meter. Als zulässiges Gesamtgewicht gibt LEVC 2.900 Kilogramm an, zuladen darf er je nach Ausstattung bis zu 735 Kilogramm.

Das Besondere am Neuzugang im Transporter-Markt ist aber sein Antrieb. LEVC setzt auf einen Elektroantrieb mit Range Extender – oder anders ausgedrückt auf einen seriellen Plug-in-Hybrid. Denn mit dem Antriebsstrang des Hecktrieblers verbunden ist ausschließlich der 150 PS starke Elektromotor des VN5. Der von Konzern-Schwester Volvo zugelieferte Dreizylinder-Benziner arbeitet lediglich als Generator und liefert Strom für den E-Motor, sollte die brutto 31 kWh große Batterie leergefahren sein. Für bis zu 98 rein elektrische Fahrstrecke reicht ihre Kapazität laut WLTP, in der Stadt sind es 122 Kilometer.

Als kombinierten WLTP-Verbrauch gibt LEVC für seinen Transporter 0,9 Liter Benzin und 13,3 kWh Strom an – macht 21 Gramm CO2 pro Kilometer. Für den reinen Verbrenner-Betrieb sind es 9,2 Liter. Ist der Akku leer, lässt er sich serienmäßig mit 11 kW Wechselstrom oder 50 kW Gleichstrom laden. Nur in der Topversion Ultra gibt es serienmäßig 22 kW Wechselstromladung, ansonsten kostet sie 950 Euro Aufpreis (alle Preise netto zzgl. USt.)

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LEVC VN5 mit branchenübergreifender Zielgruppe

Rein elektrisch gibt es den VN5 nicht. „Beim Thema Elektromobilität steht immer die Frage der Reichweite im Fokus, und Reichweite kostet heute in Form größerer Batterien noch sehr viel Geld“, so Jörg Hofmann. „Deshalb haben wir uns im ersten Schritt für das wirtschaftlichere Konzept des Range Extenders entschieden.“ Mit Blick auf die immer günstigeren Batterien sagt Hofmann aber auch: „Selbstverständlich sind für uns rein batterieelektrische Fahrzeuge in Zukunft denkbar.“

Mit dem VN5 richtet sich LEVC an keine spezielle Zielgruppe innerhalb der Flotten- und Gewerbekunden. „Aus unserer Sicht eignet sich das Fahrzeug für alle Fuhrpark- und Unternehmensgrößen und auch für unterschiedlichste Branchen“, meint CEO Hofmann. Besonders wichtig ist ihm, dass der VN5 nicht allein für die letzte Meile konzipiert sei: „Durch sein technische Konzept lässt sich der VN5 natürlich komplett emissionsfrei fahren, zum Beispiel im innerstädtischen Lieferverkehr“, sagt Jörg Hofmann. „Gleichzeitig lassen sich aber auch längere Strecken umweltfreundlich zurücklegen.“ Um möglichst ökonomisch anzukommen, können VN5-Fahrer aus drei Fahrmodi wählen: dem reinen Elektrobetrieb, dem E-Save-Modus zur Sicherung einer Mindest-Batteriekapazität am Zielort oder dem Smart-Modus, mit dem er die Auswahl des Antriebs dem Fahrzeug überlässt.

Derzeit 15 Händler und Service-Stützpunkte

Wer sich für einen LEVC VN5 interessiert, kann sich an derzeit 15 Händler und Werkstätten in Deutschland wenden. Darunter befinden sich derzeit noch viele Volvo-Händler. „Bis Jahresende wollen wir diese Zahl aber deutlich erhöhen“, kündigt Hofmann an. „Auch um Partner, die ihre Wurzeln nicht in der Volvo-Organisation haben.“ Beim Ausbau des Service-Netzes setzt LEVC wie in Großbritannien auch auf die Zusammenarbeit Serviceketten und schon heute soll im Fall der Fälle ein mobiler Pannenservice für die Einsatzfähigkeit der Hybrid-Transporter sorgen.

Neben den Händlern steht Flotten- und Gewerbekunden außerdem ein Key-Account-Manager in der Frankfurter LEVC-Europazentrale als Ansprechpartner zur Verfügung. Und Finanzierungs- und Leasing-Interessenten steht ein komplettes Full-Service-Paket über den LEVC-Partner Santander zur Verfügung.

Umweltbonus für den VN5

Für die Zukunft kann sich Jörg Hofmann vorstellen, das LEVC-Angebot noch weiter auszubauen. „Die Plattform bietet viel Potenzial“, sagt er. „Mit dem VN5 decken wir das mittlere Transporter-Segment sehr gut ab, aber natürlich ist darüber und darunter noch Luft für weitere Fahrzeuge.“ Auch ein Personen-Transporter sei denkbar. „Konkret darüber zu sprechen, ist es aber noch zu früh.“

Aktuell bietet LEVC seinen VN5 in den drei Ausstattungsvarianten Business, City und Ultima an. Los geht es bei 52.450 Euro. Aber: DerVN5 steht als förderfähiger Plug-in-Hybrid auf der einschlägigen BAFA-Liste und profitiert so vom aktuellen Umweltbonus.

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LEVC-CEO Jörg Hofmann positioniert den VN5 gegen mittelgroße Transporter wie den Ford Transit Custom PHEV oder den Opel Vivaro-e.
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Maximal 4,5 Kubikmeter groß ist der Laderaum des LEVC VN5.
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Zum Marktstart gibt es den VN5 in einer Größen- und Karosseriekonfiguration.
Foto: Christian Frederik Merten - bfp

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