Image
hyundai-bayon-202016-seite-1.jpeg
Foto: Christian Frederik Merten
Mit dem Bayon ergänzt Hyundai seine SUV-Palette mit einem Einstiegsmodell.

bfp-Fahrbericht

Neuer Hyundai Bayon: Charakterkopf mit Vorzügen

Noch ein SUV für Hyundai. Der Bayon rundet das Crossover-Angebot der Koreaner ab sofort nach unten ab. Ein solides Einstiegsangebot, finden wir.

SUV-Mangel bei Hyundai? Pustekuchen! Mit Kona, Tucson und Santa Fe sind die Koreaner im Trend-Segment schon heute lückenlos aufgestellt. Auch den vollelektrischen Ioniq 5, der in Kürze beim Händler steht, zählt Hyundai zu den Crossovern. Damit aber nicht genug, unterhalb des Kona ist bei Hyundai ab sofort Platz für ein weiteres SUV im B-Segment: den Bayon.

Markantes Design im Hyundai Bayon

Das 4,18 Meter lange Crossover teilt sich seine Plattform mit dem i20 und soll eine mode- und lifestyleorientierte Kundschaft ansprechen. Das artikuliert das Bayon-Design. Denn das ist außergewöhnlich ungewöhnlich geraten. Konventionelle Linien sucht man vor allem an Front und Heck vergebens. Die Front prägen ein großer schwarzer Kühler und die Hyundai-typisch geteilten Scheinwerfer – unten markant kantig-dreieckig geformt. Hinten gibt das in der Silhouette spitz zulaufende Seitenteil die Linie vor, außerdem die dunkel verglaste Heckklappe mit modisch durchgehendem Leuchtenband.

Hyundai: Ioniq 5 Türöffner zu großen Flotten

Tobias Krumnikl, neuer Großkundenverkaufschef bei Hyundai in Deutschland, über seine Strategie, den Ioniq 5 und seine Freude über den Staria.
Artikel lesen

Innen zeigt sich der Bayon ebenfalls modern, aber deutlich weniger verspielt. Wie im Technik-Bruder i20 fallen in unserem Test-Exemplar vor allem die 10,25 Zoll großen Digitalinstrumente und der gleich große Touchscreen ins Auge. Allerdings: In der Basis Pure und der nächsthöheren Variante Select gibt es ausschließlich analoge Instrumente, Serie ist die Digitalversion ausschließlich in der besser ausgestatteten Variante Trend und in der Spitzenlinie Prime. Nur für diese beiden Versionen gibt es im Navigationspaket (1.244 Euro; alle Preise netto zzgl. USt.) auch den großen Touchscreen. Serie ist hier hingegen lediglich ein 8-Zoll-Monitor, im Pure und im Select gibt es sogar nur ein 3,8-Zoll-Monochrom-Display. Ansonsten zeigt sich der Innenraum geräumig, ergonomisch durchdacht und sauber verarbeitet, allerdings prägen oft einfache Materialien das Bild.

Drei Benziner und drei Getriebe

Seine Motorenpalette teilt sich der Hyundai Bayon mit dem i20. Heißt für das kleine SUV: Ein 1,2-Liter-Vierzylinder-Saugbenziner mit 84 PS und Fünfgang-Handschaltung für die Basis und ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 100 oder 120 PS. Und jetzt wird es spannend: Alleine aus drei Varianten können Interessenten der 100-PS-Version wählen. Sie gibt es

  • ohne 48-Volt-Mildhybrid-Unterstützung mit konventionellem Sechsganggetriebe
  • als Mildhybrid mit elektronisch gesteuerter Sechsgang-Handschaltung mit Segelfunktion zur Verbrauchsoptimierung oder
  • als Mildhybrid mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.

Ausschließlich die beiden letzten Getriebevarianten gibt es auch in der 120-PS-Version des Turbos. Direkte Auswirkungen hat die Motorenwahl übrigens auf die Kofferraumgröße: Ohne Mildhybrid schluckt der Hyundai Bayon 411 bis 1.205 Liter Gepäck, als Mildhybrid sind es 334 bis 1.128 Liter.

Gefahren sind wir das Spitzenmodell der Bayon-Palette, den 1.0 T-GDI mit 120 PS und Doppelkupplungsgetriebe. Auch er macht kräftig Gebrauch vom Segelmodus, was sich bei uns bei warmem Wetter aber direkt auf die Leistung der Klimaautomatik auswirkte. Ansonsten erfreut das Getriebe mit gut abgestimmten Schaltstufen und harmonischen Gangwechseln. Der Motor ist spritzig und harmoniert perfekt mit dem kleinen SUV. Dass ein Dreizylinder unter seiner Haube werkelt, kann der Bayon akustisch aber nicht ganz verbergen. Mit knapp acht Litern Super geht auch der Verbrauch in Ordnung – führte unsere Teststrecke doch überwiegend durch Städte und über die Autobahn.

100 PS im Trend – das macht den Bayon rund

Preislich startet der Bayon bei 14.109 Euro für den Einstiegsmotor. Wobei den Sauger nur denen empfehlen würden, die ihr SUV ausschließlich in der Heimatstadt bewegen. Denn für Überlandtouren darf es ruhig etwas mehr Durchzug sein, außerdem gibt es die Basis nur in der Grundausstattung Pure. Wichtige Extras wie das Navi oder auch zusätzliche Assistenzsysteme stehen jedoch erst ab Trend in der Preisliste. Unsere Empfehlung für den Bayon daher: Mindestens 100 PS und Trend-Ausstattung.

hyundai-bayon-202016-front-2.jpeg
Großer Grill, doppelstöckige Scheinwerfer – der Hyundai Bayon zeigt Gesicht.
hyundai-bayon-202016-heck-3.jpeg
Auch am Heck haben die Hyundai-Designer des Bayon eigenständige Linien gezaubert.
hyundai-bayon-202016-cockpit-4.jpeg
Innen gibt sich das neue B-Segment-SUV der Koreaner ebenfalls modern, aber deutlich sachlicher. Es dominieren einfache Materialien.
hyundai-bayon-202016-kofferraum-5.jpeg
334 Liter Gepäckraum im Standardformat beim Mildhybrid, sonst sind es 411 Liter.

Das könnte Sie auch interessieren:

Hyundai Tucson: Praktischer Charakterkopf

Auffällig ist er, der Hyundai Tucson. Trotz individuellen Designs überzeugt das SUV im Alltag mit hoher Praxistauglichkeit.
Artikel lesen

Neuer Hyundai i20: Einsteigen und wohlfühlen

Dritter Aufschlag für den Hyundai i20. Der koreanische Kleinwagen kommt erstmals als Mildhybrid sowie elektronischer Kupplung und mehr Assistenzsystemen.
Artikel lesen

Hyundai zeigt Serienversion des Ioniq 5

Jetzt ist sie da: die Serienversion des Ioniq 5. Das Elektroauto macht den Auftakt einer ganzen Neuheiten-Palette der neuen Hyundai-Subbrand.
Artikel lesen

Technische Daten Hyundai Bayon Juni 2021

Tipps & News rund um Fuhrparkmanagement und betriebliche Mobilität:der fuhrpark.de-Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen fuhrpark.de-Newsletter!