Foto: Ford

Auto-Neuheiten 2019

Teil 5: Viel Neues von Ford, Opel und weiteren Importeuren

Quer durch alle Marken bestimmen PHEVs und kompakte SUVs den Neuheiten-Trend. Auffällig: Mazda bringt im Model 3 einen selbstzündenden Benziner. Mit e.GO sowie Sono erscheinen neue Player im Markt.

Ab Januar bringt Ford ihren SUV-Crossover Edge mit einem Facelift in den Handel. Zum Sommer 2019 bringen die Kölner den facegelifteten Mondeo in den Handel. Gleichzeitig wird es vom Mondeo Turnier auch eine Mildhybrid-Version geben. Etwa im Juni erhält der Ford Transit ein Facelift und das Antriebsportfolio wird um eine PHEV-Variant ergänzt. Ebenfalls im Sommer gehen das US-SUV Explorer im 5,00-Meter-Format und der noch größere Pick-up Ranger Raptor in den Handel. Der aktuelle Ford Focus erhält zum Ende des Jahres eine sportliche ST-Version und zudem debütiert der neue Ford Puma. Der Name stammt von dem bis 2001 gebauten Sportcoupé auf Fiesta-Basis, doch entsprechend der aktuellen SUV-Welle ziert er nun einen Mini-Crossover ebenfalls wieder auf Fiesta-Basis.

Opel ist jetzt in die Elektro-Strategie von PSA integriert

Nach Reibungsverlusten und der ersten Ungewissheit nach der Übernahme durch PSA will Opel 2019 seinen guten Lauf aus 2018 fortsetzen. Für die nächsten zwei Jahre sind acht neue Modelle geplant. Im Januar starten die Rüsselsheimer mit neuen Motoren bei Grandland X und Insignia. Zur Jahresmitte kommen der Combo 4x4 mit Allradantrieb, der Movano mit Facelift und der neue Vivaro als Bus/Kombi und Kastenwagen. Im Herbst erhält der Astra ein Facelift und der Grandland X kommt zusätzlich als PHEV. Zum November erscheint dann der neue Corsa, technisch identisch mit dem neuen Peugeot 208. Im Dezember folgt als elektrische Variante (BEV) der Corsa E. Ob der Ampera-e, der laut Opel aktuell und auch 2019 voll verfügbar ist, dann weiter im Angebot bleibt, ist offen.

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Peugeot, der Spender vieler technischer Plattformen für Opel, beginnt das Jahr 2019 mit der Kombi-Version des aktuellen 508. Zum Frühherbst erscheint dann der neue Kleinwagen 208 (Technik-Zwilling des Opel Corsa). Und zum Herbst/Winter gehen die PHEV-Versionen des Peugeot 3008 und 508 in den Verkauf.

Citroën und die noble Submarke DS setzen ebenfalls voll auf Plug-in-Hybrid. Nach der Einführung des Citroën C5 Aircross im Februar folgt im Spätherbst die C5 Aircross PHEV-Version. DS bringt zum Herbst/Winter den DS7 Crossback E-Tense (PHEV) und den DS3 Crossback E-Tense (BEV).

Renault hat für 2019 noch einige Überraschungen in der Hinterhand. Bestätigt sind zurzeit das Facelift für den SUV Kadjar (Januar) und die Überarbeitung des bei häuslichen Pflegediensten sehr beliebten Twingo für April. Etwa im Juni geht dann der neue Clio in den Handel. Der erfolgreiche Mini-SUV-Crossover Captur debütiert im Herbst als Generation zwei.

Die Neuheiten von Nissan für 2019 bleiben übersichtlich. Anfang des Jahres erscheinen zwei neue Motorisierungen für den Micra. Und zur Jahresmitte erhält der Elektro-Bestseller Leaf II einen größeren Ernegiespeicher.

Auch bei Fiat sind einige Angebots-Änderungen noch unbestätigt. Auf jeden Fall soll Ende 2019 der sympathische 500er eine Mildhybrid-Version erhalten.

Alfa Romeo startet in das Jahr 2019 mit dem Facelift der Mittelklasse Limousine Giulia. Zeitgleich erhält auch das SUV Stelvio eine leichte Überarbeitung. Im Herbst erscheint die komplett neue Giulietta in der Golf-Klasse. Um die angepasste Plattform der Giulia nutzen zu können, erhält auch die Giulietta Hinterradantrieb und nimmt damit eine Sonderstellung im Segment ein. Zum Vergleich: BMW wechselt beim neuen 1er (Markteinführung im Herbst) von Hinterrad- auf Frontantrieb, um Synergien mit anderen Kompaktmodellen zu schaffen.

Mazda erneuert 2019 sein Kompakt-Klasse Schrägheck Mazda3. Nach dem Fünftürer im März folgt im Juni die Limousine. Im Juli kommt die Mazda3 Version mit dem neuen SkyActive X Motor. Dabei handelt sich um einen besonders effizienten, teils selbstzündenden Benziner mit 190 PS. Im September erscheint dann als Kompakt-SUV der neue CX-3. Zum Jahresende bringt Mazda sein erstes Elektroauto (BEV) in die umkämpfte Kompaktklasse.

Kleinere Anbieter haben es schwer bei Flotten-Kunden

Während bei den großen deutschen Herstellern gewerbliche Verkäufe Anteile zwischen 40 und 60 Prozent ausmachen, sieht der Geschäftskunden-Anteil bei kleineren Importeuren ganz anders aus. Kleine Händlernetze, geringe Marktdurchdringung und teils unbekannte Modelle schwächen den Markenauftritt und reduzieren das Kundenvertrauen.

Honda startet 2019 mit neuen Antriebsvarianten für CR-V und HR-V. Etwa in der Jahresmitte erhält der Honda Civic ein Facelift. Zu Jahreswechsel 19/20 wird mit dem Urban EV ein pfiffig gestylter elektrischer Kleinwagen vorgestellt.

Toyota beginnt das Jahr mit der fünften Generation des RAV-4 und dem wiederbelebten Camry. Im April startet der Corolla in der Golfklasse. Mit dem Traditionsnamen wird der eher glücklose Auris ersetzt. Zum Herbst erscheint mit dem Supra ein echtes Sport-Coupé. Das Modell wurde zusammen mit BMW (Z4 Roadster) entwickelt. Daher übernimmt der Supra auch die Vier- und Sechszylinder-Motoren von BMW. Gefertigt werden beide bei Magna-Steyr in Österreich.

Lexus, die Premium-Tochter von Toyota, bringt mit dem Facelift des Lexus RC und dem neuen Lexus ES ihre Neuheiten gleich zum Jahresbeginn. Im März folgt der Hybrid-Crossover Lexus UX als Konkurrent zu VW Tiguan und Co.

Subaru bringt im ersten Quartal den neuen Forester in den Handel. Auch in der fünften Generation bleibt es bei Boxermotor (182 PS) und Allradantrieb. Der neue Forester wird innen geräumiger und verfügt über das Sicherheitspaket „Eyesight".

Tesla kündigt in Deutschland die ersten Auslieferungen von Model 3 für Februar an, wer jetzt bestellt, muss sich allerdings mindestens 12 Monate gedulden.

Borgward will nach dem BX7 mit dem BX6 (SUV-Coupé) im dritten Quartal ernst machen. Mittlerweile sind erste Exemplare des BX7 im Online-Direktvertrieb ausgeliefert (Konzept ähnlich Tesla, ohne Händlerbetriebe). Als Servicepartner hat Borgward die freie Werkstattkette A.T.U. unter Vertrag genommen.

Neue Hersteller, Start-Ups und Kooperationen

e.GO will ab April die ersten Exemplare des kleinen E-Viersitzers e.Go Life ausliefern. Das Unternehmen, entstanden aus Aktivitäten der RWTH Aachen, hat ja bereits mit dem E-Nutzfahrzeug StreetScooter bewiesen, wie man Elektroautos erfolgreich auf die Straße bringt.

Ein weiteres Modell entwickelt e.GO zusammen mit dem renommierten Zulieferer ZF. Der elektrische Kleinbus für bis zu 25 Passagiere soll autonom auf Level 4 fahren und „Mover“ heißen. Bereits Ende 2019 startet die Serienproduktion und Anfang 2020 werden die ersten Unterflurbusse ausgeliefert.

In der zweiten Jahreshälfte will auch Sono Motors aus München mit seinem E-MPV Sion die Auslieferung beginnen. Wie auch e.GO setzt man auf eher knappe Reichweite um das Fahrzeuggewicht niedrig zu halten. Für Wenig-Fahrer ist zudem die Solarzellen-Beplankung des Sion sinnvoll. Die Zellen-Fläche von 7,5 qm kann in acht Stunden Energie für 30 Kilometer tanken.

Keine Frage, die neuen Player werden 2019 mit ihren geringen Stückzahlen noch keine Rolle im Flottenbereich spielen. Aber sie verbreitern das E-Auto-Angebot und geben Denkanstöße in einen Markt, der sich in einem bislang nie gekannten Umbruch befindet.(Thomas Wüsten/AutoAmbition)

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